Octapharma Masters 2014: Arminen holen Herren-Titel

Dramatisches 4:3 nach Golden Goal gegen NAVAX AHTC

Bild: Harald Glaser/HC Wien

Die Herren der SV Arminen sind alter und neuer Österreichischer Staatsmeister. In einem dramatischen und hochklassigen Finale beim Octapharma Masters in der ausverkauften Wiener Posthalle setzt sich der Titelverteidiger mit 4:3 nach Golden Goal von Sebastian Eitenberger gegen NAVAX AHTC durch. Damit hat Rekordmeister SV Arminen den insgesamt 21. Hallentitel erobert und sich außerdem auch mit dem sechsten Titel in einer Endrunde auch zum Masters-Rekordsieger gekrönt.

Die ersten Chancen im Finale hat Titelverteidiger SV Arminen, aber NAVAX-AHTC-Goalie Lukas Graser zeigt sich schon in den Anfangsminuten in Topform – wie auch sein Gegenüber Mateusz Szymzcyk, der wenig später bei einem Schuss von Dominik Monghy nicht in Verlegenheit kommt. Überhaupt ist das Spiel schon in der Anfangsphase auf hohem Tempo und Niveau. Eine ungeschickte Attacke von Dominik Uher sorgt dann in der 12. Minute für die erste Strafecke des Spiels, aber Dominik Monghy scheitert an Arminen-Tormann Szymzcyk. Auch die Zeitstrafe, die Uher für das Foul kassiert, können die Akademiker nicht nützen. In der 22. Minute fällt dann das erste Tor der Partie: Patrick Schmidt versenkt die erste Arminen-Strafecke hart und flach zum 1:0 – gleichzeitig auch der Pausenstand, weil AHTC-Goalie Graser in den letzten Sekunden eine Strafecke entschärfen kann.

Hohes Tempo nach der Pause
Auch nach der Pause geht es rasant weiter, wobei in den ersten Minuten vor allem NAVAX AHTC kräftig aufs Gas drückt. Starke Tormannleistungen von Szymzcyk und Graser sind hauptverantwortlich dafür, dass in dem sehenswerten Spiel nicht mehr Tore fallen. In der 32. Minute klingelt es trotzdem: Lennard Gehrmann stellt nach einem Konter, den Dominik Monghy mit einem feinen Haken im eigenen Kreis und idealem Pass auf seinen Teamkollegen gestartet hatte, auf 1:1. Kurz darauf fliegt Arminen-Angreifer Pit Rudofsky mit Gelb für drei Minuten vom Platz – eine Chance die sich NAVAX AHTC nicht entgehen lässt: Fabian Zeidler packt nach wenigen Sekunden Überzahl den Hammer aus, trifft sehenswert ins kurze Kreuzeck zur 2:1-Führung (35.). Dominik Monghy scheitert kurz darauf an der Stange. In der 37. Minute gelingt der SV Arminen dann der Ausgleich: Dariusz Rachwalski trifft nach einem Konter in Unterzahl zum 2:2 ins leere Tor.

Sieben Minuten vor dem Ende herrscht dann erneut Aufregung im AHTC-Kreis: Pit Rudofsky trifft ins Tor, der Treffer wird aber nicht anerkannt – der Arminen-Stürmer ist beim Schuss gelegen. In der 45. Minute fängt sich die SV Arminen dann eine unnötige Ecke – aber NAVAX AHTC vergibt die große Chance zur Vorentscheidung. Stattdessen trifft die SV Arminen: 2:05 Minuten vor dem Ende setzt Patrick Schmidt Michael MInar am Schusskreisrand ideal ein und der Nationalspieler trifft volley zur 3:2-Führung. Aber NAVAX AHTC ist noch nicht fertig: In den letzten Sekunden erobert Dominik Monghy den Ball und holt eine Strafecke, die nach Ablauf der Zeit ausgeführt wird. Im ersten Anlauf scheitert NAVAX AHTC noch, aber es gibt eine Wiederholung – und diesmal treffen die Akademiker. Matthias Gerö hämmert den Ball zum umjubelten 3:3-Ausgleich ins Eck.

Eitenberger schießt Arminen zum Titel
Damit geht es in die Verlängerung und zum Golden Goal. Und dort geht es weiterhin auf Höchsttempo zur Sache – mit dem goldenen Ende für den Titelverteidiger: In der vierten Minute der Verlängerung erkämpft Sebastian Eitenberger den Ball, läuft aufs leere AHTC-Tor und trifft zum 4:3 – die SV Arminen ist wieder Meister.

Robert Bele (Kapitän SV Arminen): „Ein sehr ausgeglichenes Finale mit dem glücklicheren Ende für uns. Ich glaube, wir hatten etwas mehr Chancen, aber NAVAX AHTC hat seine Chancen gut genützt. Das 2:2 entstand in einer unglücklichen Unterzahl. Es sind die zwei besten Mannschaften Österreichs aufeinandergetroffen, das Ergebnis geht aber in Ordnung. Jetzt wir natürlich gefeiert und ein Bier getrunken. Oder zwei.“

Dominik Monghy (NAVAX AHTC): „Wir waren knapp dran an der Überraschung. Wir hätten es auch verdient gehabt. Es war ein absolut ausgeglichenes Spiel mit dem glücklicheren Ende für die Arminen.“

Torschützenkönig bei den Herren wurde Dominik Monghy von Vizemeister NAVAX AHTC mit 22 Toren, der auch als bester Spieler geehrt wurde.Bester Tormann wurde sein Teamkollege Lukas Graser. 

Der ORF-Bericht vom Octapharma Masters 2014 ist am Sonntag (2. Februar) ab 11.35 Uhr in einer Kurzfassung im Sportbild auf ORF 1 zu sehen und Mittwoch (5. Februar) in voller Länge ab 20.15 Uhr auf ORF Sport+.

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