Corinna Zerbs – eine Legende im Damenhockey tritt ab

von Office

Nach 16 Jahren im Österreichischen Nationalteam beendet Corinna Zerbs ihre Teamkarriere

Mit 144 Länderspielen für Österreich ist sie die Nummer 3 unserer Rekordnationalspielerinnen.

Hier ist ihre beeindruckende Karriere in Kurzform:

Geboren am 19.11.1988 – Sternzeichen Skorpion

1992 Beginn beim AHTC

1193 Erstes Meisterschaftsspiel in der U10

1995/96 eine Hallensaison als Torfrau

2003 Erstes BL Spiel in der Damen A

2004-2011 7x am Stück Torschützenkönigin BL Damen A

2004 Erste Einberufung ins Nationalteam – Alpencup Wien

2007 Meistertitel BL Damen mit dem HTC Wien

2008 Ernennung zum Kapitän der Nationalmannschaft

2010-2012 Hallenmeister mit SV Arminen

2010 Aufstieg Hallen EC

2011 Hallen EC A-Pool

2012 Topscorer EC Halle A-Pool

2012-2017 Wechsel zu Eintracht Frankfurt

Spiele in der 1. und 2. Deutschen Bundesliga

2017 Wechsel zu Safa Frankfurt

Spielerin, sportliche Leiterin, Trainerin

2020 Hallen EM Minsk, letztes Spiel für Österreich gegen Belgien

Als Kapitän die WM Qualifikation erreicht, die letzten beiden Tore für Österreich zum 3:1 Sieg erzielt

Länderspiele

TOTAL  HALLE  FELD

 144       52       92

Hier ein kleiner Auszug aus Corinnas Tagebuch:

Erstes Länderspiel beim Alpencup 2004 in Wien. Ich als Neuling renne über den Platz und es fängt brutal an zu schütten. Wir spielen weiter, plötzlich ein riesen Knall und das Flutlicht war aus. In der Nähe hatte wohl ein Blitz eingeschlagen und der Strom fiel aus. Wir gehen in die Kabinen, warten dort ewig. Das Spiel musste nämlich fortgesetzt und zu Ende gespielt werden. Waren noch etwas mehr als 1,5 Minuten auf der Uhr. Nach ewiger Wartezeit gehen wir wieder auf den Platz, das Licht ging zum Glück wieder, wärmen uns nochmal auf, damit wir die letzten paar Sekunden fertig spielen können.

Feld-EM 2005 in Prag. Mein besonderes Highlight war, als die Torfrau einer gegnerischen Mannschaft beim 7m aus dem Tor läuft. Ich glaube Irene hat damals geschossen, die Torfrau , angeschossen, damit es auch ja Straf-Tor und nicht Abschlag gibt.

Hallen-EM 2006 in Eindhoven: Das erste Turnier gegen die „Großen“. Nach dem Spiel gegen die Deutschen wurde ich erstmal gefragt, warum ich denn zur Salzsäule erstarrt bin. Meine Antwort: Wenn Natascha Keller ihre Tricks auspackt, muss man zuschauen ☺.

Hallen-WM 2007 in Wien: Heimevent vor etlichen Fans und ein Wahnsinns-Event. Als wir beim Eingang der Halle waren, hat uns eine Schulklasse entdeckt und lautstark angefeuert, was natürlich für mich als junge Spielerin einmalig und ein super Gefühl war.

Olympic-Qualifier in Japan 2012: Ein Wahnsinnserlebnis und für die Mannschaft eine super Erinnerung. Schön eine andere Kultur zu erleben, wo es zu jeder Mahlzeit Reis gab und Fisch. Unser besonderes Highlight als Mannschaft, war das Pizzaessen und der Sieg am nächsten Tag. Wir glauben alle an einen kausalen Zusammenhang.

Feld – EM 2015 in Wien. Aufstieg in den B-Pool. Ein besonderes Turnier, da wir das unmögliche geschafft haben und gegen die Tschechinnen aufgestiegen sind. Trotz 2:0 Niederlage im direkten Duell mit doppeltem Pfosten-Treffer der Tschechen vor dem leeren Tor, steigen wir aufgrund des besseren Torverhältnisses auf. Besonders, da Chris damals die Tschechen trainiert hat und es nicht ganz soooooooo eine tolle EM fand. Unser Motto bei der EM „Schnitzel mit Pommes“.

EM in Prag 4. Platz 2016 : Ein super Turnier, bei dem eigentlich alles zusammenlief bis zum Halbfinale. Schon beim Einspielen hat sich Julia Busch ein Cut geholt und war bis zur 2. Halbzeit beim Arzt zum nähen. Das hat uns leider das Genick gebrochen und etwas Kraft geraubt, aber ein super Turnier mit dem leider undankbaren 4. Platz.

Das waren natürlich nur einige „besondere“ Momente. Es gab natürlich viele Trainings, Turniere, EMs, WMs, viele Erinnerungen, viele Trainerinnen und Trainer und natürlich jede Menge Mitspielerinnen. Die Turniere, bei denen ich als Co-Trainer bei der u21 oder als Video-Frau bei den Damen dabei war.  Eine super schöne Zeit mit Erfolgen, Misserfolgen und jeder Menge Erinnerungen!

Ich möchte mich bei allen (Funktionäre, Trainerinnen, Trainer, Mitspielerinnen, natürlich für die Unterstützung meiner Familie ) für die schöne Zeit bedanken und werde mit viel freudiger Erinnerung darauf zurückblicken.

 

Auch der ÖHV dankt dir, liebe Corinna für tolle gemeinsame Jahre und hofft, dass Du dem Österreichischen Hockeysport in welcher Form auch immer erhalten bleibst.

Auch ein Artikel in der FAZ fasst Corinnas Karriere zusammen

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