URG Karanjangasse/Unterbergergasse

Unterstufenrealgymnasium für Leistungssport

Das URG Karajangasse/Unterberggasse für Leistungssport wird als KMS (Kooperative Mittelschule) nach dem Lehrplan eines Unterstufenrealgymnasiums geführt. Jungen SpitzensportlerInnen (im Alter von 10 – 14 Jahren) soll ein Sondermodell geboten werden, das auf die psychologischen und physiologischen Anforderungen an junge LeistungssportlerInnen Bedacht nimmt.

Den jungen Sportlern wir die Möglichkeit geboten, je nach schulischer Leistung, einen AHS- oder HS-Abschluss zu absolvieren. Um längere Schulabsenzen zu ermöglichen (bei Teilnahme an Trainingslager, Wettkämpfen oder Turnieren) wird zusätzlicher Förderunterricht angeboten.

Sportliche Ausbildung

Die sportliche Ausbildung findet in der Schule im vorgesehenen Ausmaß statt. In der Spezialeinheit sollen wichtige Fundamente des Sports wie Koordination, motorische Grundlagen und Ausgleich von Defiziten im Vordergrund stehen, wobei hier allgemein sportliche Elemente erarbeitet werden sollen. Planung und Durchführung des Trainings, sowie die Entsendung zu Wettkämpfen sind Aufgabe der Fachverbände bzw. Vereine.

Aufnahmebedingungen

Schulische Leistungen (Grundlage wird das Zeugnis der 4. Klasse Volksschule sein)
Sportliche Leistungen (sportliche Qualifikation durch Verbände u. Vereine, Ziel ist Leistungssport)
Motorischer Leistungstest und sportärztliche Untersuchung werden vom IMSB Südstadt durchgeführt

Nach Abschluss der 4. Klasse (8. Schulstufe) besteht für jene SportlerInnen, die sich für eine Leistungssport bzw. Hochleistungssportkarriere entschieden haben, die Möglichkeit das Oberstufenrealgymnasium für Leistungssport (5-jährig) zu besuchen. Schüler, die ihre sportliche Karriere beenden, können jeden anderen Schultyp in der Schule besuchen.

BORG Karajangasse/Unterbergergasse

Oberstufenrealgymnasium für Leistungssport

Mit dem BORG Karajangasse/Unterbergergasse verbindet den ÖHV bereits eine langjährige erfolgreiche Vergangenheit. Zahlreiche NationalteamspielerInnen haben das BORG besucht und den Spagat zwischen Matura und Leistungshockey geschafft.

Das BORG für Leistungssportler wird als 5-lährige Oberstufe mit Englisch und Französisch als Fremdsprache geführt.

Jugendlichen Leistungssportlern wird die Möglichkeit geboten, bei verminderter Wochenstundenanzahl parallel zu ihrem sportlichen Training und Wettkampfeinsätzen eine AHS zu besuchen und an dieser die Reifeprüfung abzulegen. Um längere Schulabsenzen zu ermöglichen (bei Teilnahme an Trainingslager, Wettkämpfen oder Turnieren) wird zusätzlicher Individualunterricht angeboten.

Matura und Sport auf Leistungsniveau

Grundsätze und Richtlinien BORG f. Leistungssport

All jene Jugendlichen, die den Schulversuch Oberstufenrealgymnasium für Leistungssportler besuchen, werden sowohl auf sportlichem, als auch auf schulischem Gebiet spezielle Organisationsstrukturen geboten. Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, Leistungssport- bzw. Hochleistungssportkarrieren neben der schulischen Ausbildung zu ermöglichen und zu fördern.

1. Pflichten der Schüler

a) Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit

Damit die angestrebten, sportlichen Leistungsziele erreicht werden können, wird von jedem (r) Schüler (in) erwartet: - Hohe Trainings- und Wettkampfeinstellung - Hohe Kooperationsbereitschaft mit den Trainern - Steigende Leistungstendenz (unter Berücksichtigung von individuellen Entwicklungsmöglichkeiten, biologischen Entwicklungsrückständen, akuten Verletzungen und daraus resultierenden Rehabilitationsphasen u.a.m.) - Führung eines exakten Trainingsbuches (inkl. Wettkampferfolgen) - Berücksichtigung folgender sportlicher Grundsätze:

aa) Bei sämtlichen Trainings- u. Wettkampfterminen ist pünktliches Erscheinen notwendig.

bb) Neben dem Besuch fachlich geleiteter Trainingseinheiten wird von den Schülern auch die Bereitschaft zu eigenständigem Training (passend zum Trainingsaufbau bzw. Trainingsplan) erwartet.

cc) Von allen Schülern wird auch während der Schulferien ein auf das sportliche Saisonziel abgestimmtes Trainings- u. Urlaubsverhalten erwartet.

b) Entwicklung der schulischen Leistungsfähigkeit

Gegenüber der Regelschule ist die Oberstufenschulzeit von 4 auf 5 Jahre verlängert, die allgemeinen Leistungsanforderungen sind jedoch nicht herabgesetzt. Nach Abschluß der fünf Oberstufenjahre ist bei der Matura ein entsprechend gleichwertiges schulisches Leistungsniveau und eine entsprechende Allgemeinbildung zu erreichen. Von den Schülern ist sowohl großer schulischer Einsatz als auch hohe Kooperationsbereitschaft mit dem Lehrkörper notwendig, um sportliche und schulische Ausbildungsziele zu vereinbaren.

2. Schulorganisation

Während des Schulunterrichts gilt das österreichische Schulunterrichtsgesetz bzw. innerhalb der Schule die entsprechende Hausordnung.

Für die ORG-Schüler gilt zusätzlich folgende Regelung: Für sportliche Einsätze ist eine Freistellung vom Unterricht grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt möglich, soferne es dafür eine sportliche Begründung gibt und das schulische Leistungsvermögen darunter nicht in einem Maß leidet, daß ein positiver Jahresabschluß unrealistisch erscheint.

3. Spezielle schul-sport-organisatorische Grundsätze bei Fehlverhalten

Die Lebensweise und das auftreten der Schüler in der Öffentlichkeit sollte den speziellen, sportspezifischen Anforderungen an Leistungssportler gerecht werden.

Auf folgende Punkte sollten Leistungssportler besonderen Wert legen: - ausreichenden Schlaf - abgestimmte Ernährung - sportlich "faires" Verhalten beim Wettkampf und im Training - der Gebrauch pharmakologischer Substanzen, die auf der Dopingliste der BSO stehen ist verboten - Alkohol- u. Nikotinkonsum sind verboten

Schulische Probleme

Im schulischen Bereich werden bei auftretender Schwächen (als Folge umfangreicher Sporteinsätze) vorerst Förderstunden verpflichtend angeordnet. Entwickelt sich die schulische Leistung weiter unzureichend, kann von der Schule (Direktor, Ausbildungskoordinator) eine Schwerpunktverschiebung auf Kosten der Trainingszeit angeordnet werden. Desgleichen können Schulfreistellungen untersagt werden.

Erbringt der Schüler keinen positiven Jahresabschluß, so treten von schulischer Seite die üblichen Konsequenzen (Wiederholungsprüfung mit oder ohne Aufstiegsklausel) in Kraft. In der 5. Klasse wird eine Klassenwiederholung nicht gestattet. Bei allen anderen Klassenwiederholungen (6., 7., 8., u. 9. Klasse) ist eine positive Zustimmung (Direktor, Ausbildungskoordinator) notwendig.

4. Gesundheitliche und sportliche Probleme

Treten während der ersten drei Schuljahre derart schwerwiegende gesundheitliche Probleme auf, daß eine deutliche Einschränkung der zukünftig möglichen Trainingszeit u. -belastung zu erwarten ist, so ist eine Versetzung in eine Parallelklasse der Regelschule (mit den notwendigen Einstufungsprüfungen) realistisch.

Für Schüler der 8. und 9. Klasse, die aus gesundheitlichen Gründen kein regelmäßiges und zielorientiertes Leistungstraining durchführen können, werden vom jeweiligen Sportverband und von der Schule sinnvolle Ersatztätigkeiten gesucht (Betreuertätigkeit, Schiedsrichterausbildung und - tätigkeit, Lehrwarteausbildung,...) Die für Trainingszwecke vom Schulunterricht freigehaltene Zeit muß in jedem Fall zielgerichtet und sinnvoll genutzt werden.

Solange ein Schüler mit dem geforderten Engagement und unter Einhaltung der vorgegebenen Richtlinien trainiert, ist ein Verbleib im Schulversuch auch bei stagnierender Leistungsfähigkeit sichergestellt. Jedoch bei disziplinären Verstößen (Drogen, Alkohol, Nikotinkonsum, usw.) und mangelnder sportlicher Einstellung, kann eine sofortige Versetzung in eine Regelschule beschlossen werden.

Kriterien für die Aufnahme

Kaderzugehörigkeit im Nationalteam männlich oder weiblich
Akzeptanz der Grundsätze des BORG: kein Alkohol, kein Rauchen, keine Drogen, Ausbildung zum Schiedsrichter, Übungsleiter (Lehrwart geht wegen des Alters nicht aus) und gesunde, sportliche Lebenseinstellung
Beitragsleistung: zur Zeit Verein: 15 Euro pro Monat 10 mal, Eltern: 15 Euro pro Monat 10 mal. Damit werden die Trainer bezahlt, im heurigen Jahr auch ein Trainingslehrgang.
Schulisch: Gymnasium, aus Neuer Mittelschule: nur mit gutem Erfolg
Aufnahmsprüfung: Klimmzüge, Cooper-Test, Situps, Liegestütz, Geschicklichkeitstest

Die Anmeldung erfolgt durch den jeweiligen Fachverband, der aufgrund der sportlichen Leistungen seinen AthletInnen eine Reihung erstellt. Zusätzlich wird eine körperliche Leistungsüberprüfung seitens der Schule durchgeführt. Die endgültige Entscheidung, ob ein/e SchülerIn aufgenommen wird, liegt bei der Direktion und dem Ausbildungskoordinator der Schule. Weiters ist eine sportärztliche Befürwortung sowohl von physiologischer als auch von orthopädischer Seite Voraussetzung.

Allgemeine Informationen

Dienstag und Donnerstag früh finden jeweils zwei Stunden Hockeytraining statt. Einmal jährlich findet ein einwöchiges Trainingslager statt.

Die Oberstufe dauert statt vier Jahre im BORG fünf Jahre, Teile der Matura können jedoch bereits in der vierten Klasse abgelegt werden.

Bei Interesse bitte um Kontaktaufnahme mit dem ÖHV-Büro.

Stundenliste BORG

Pflichtgegenstände 5. Klasse 6. Klasse 7. Klasse 8. Klasse 9. Klasse Gesamt
Religion 2 2 2 2 2 10
Deutsch 3 3 3 3 3 15
Englisch 3 3 3 2 3 14
Französisch 3 3 3 3 3 15
Geschichte und Sozialkunde 2 2 2 1 0 7
Geographie und Wirtschaftskunde 2 2 2 1 0 7
Mathematik 3 3 3 3 3 15
Biologie und Umweltkunde 2 2 1 2 0 7
Chemie 0 0 0 2 2 4
Physik 0 1 2 2 2 7
Philosophischer Einführungsunterricht 0 0 0 2 2 4
Musik 1 2* 2* 0 0 1 + 4*
Bildnerische Erziehung 1 2* 2* 0 0 1 + 4*
Informatik 2 0 0 0 0 2
Sportkunde 0 2 2 2 2 8
Motorisches Grundlagentraining 1 1 1 1 1 5
Gesamt 25 26 26 26 23