Hallenhockey

Anfang der 50er Jahre wurde auch in der Halle mit Hockey begonnen. Ursprünglich als Winterüberbrückung ins Leben gerufen, entwickelte sich Hallenhockey seit 1951 zu einem relativ eigenständigen Wettkampfsport. Hermann Minar ist es zu verdanken, dass die ersten einheitlichen Hallenhockeyregeln ausgearbeitet wurden. Gemeinsam mit Prof. V. Chiavacci und J. Pecanka erarbeitete er das Reglement, das mit unwesentlichen Änderungen 1966 von der FIH übernommen und in Kraft gesetzt wurde. Im Laufe der Jahre  wurden nur leichte Adaptierungen und Erläuterungen vorgenommen - erst 1986 erfolgte eine komplette Revision aufgrund aktueller Entwicklungen. Seither wird das Regelbuch meist zweijährig adaptiert.

Seit 1974 gibt es Hallen-Europameisterschaften der Herren, seit 1975 Hallen-Europameisterschaften der Damen, Europapokale für Vereinsmannschaften gibt es seit 1969 für Herren und seit 1974 für Damen.  Hallenwelt­meister­schaften wurden das erst Mal 2003 durchgeführt.

In der Halle ist Deutschland die mit Abstand erfolgreichste Nation. Bis 2006 gewinnt das Männerteam alle zwölf der bis dahin ausge­tragenen Europameisterschaften, ohne je ein Spiel verloren zu haben. Polen gelingt es erstmalig 2006 in einem Vorrundenspiel den Deutschen eine 4:9 Niederlage unter dem Hallendach zuzufügen. Bei der nächsten EM 2008 verliert Deutschland das Finale gegen Russland.

Österreich verzeichnet in der Halle die größten internationalen Erfolge. Das Herren­team gewinnt in der Halle 2010 und 2018 den Europameister­titel, 2014 und 2016 die Silbermedaille, sowie 1988, 2008 und 2012 die Bronze­Medaille.

Bei den Weltmeisterschaften errang das Herrenteam nach Bronze 2011 und Silber 2015 zudem 2018 erstmals den Weltmeister­titel.

2018 avanciert damit zum erfolgreichsten Jahr der österreichischen Hockey­geschichte - innerhalb von nur 6 Wochen erreichen die Herren die beiden wichtigsten Titel im internationalen Hockeygeschehen und sind damit erstmalig die Nummer 1 der Welt im Hallenhockey.

Die U21-Herren erkämpfen sich 1982 bei der Hallen-Europameisterschaft erstmalig die Goldmedaille. Dieses Kunststück gelingt dann sogar noch vier weitere Male - nämlich 2007, 2013, 2015 und 2019. Silber erreichen die Junioren 1998, 2009, 2011 und 2017. Somit wird seit 2007 in ununterbrochenen Reihenfolge entweder der 1. oder der 2. Platz erreicht.

Etwas bescheidener fällt die Erfolgsbilanz bei den österreichischen Damen aus - sie nehmen immerhin an den ersten vier Weltmeisterschaften teil, können sich aber nicht in den Medaillenrängen platzieren. 2018 scheitern sie leider in der Qualifikation.

Erfolgreichste Nation ist auch bei den Damen Deutschland mit 3 Goldmedaillen und jeweils einmal Silber und Bronze, knapp gefolgt von den Niederlanden.

Bei den Europameisterschaften gelingt dem Damen 1998 der größte Erfolg - sie erkämpfen sich in Orense die Bronze-Medaille.

Noch besser machen es die U21-Damen dann im Jahr 2019 und schaffen den 2. Platz - und damit die Silbermedaille - bei der Europameisterschaft in Polen.

2019: 2. Platz und Silbermedaille für die U21-Juniorinnen