Hallen-EM: Die ÖHV-Herren sind Vizeeuropameister

2:3-Niederlage in packendem Finale in Prag

Österreichs Herren beenden eine starke Hallen-Europameisterschaft in Prag mit dem Titel des Vizeeuropameisters. In einem packenden Finale in der ausverkauften Arena Sparta vor gut 1.200 Zuschauern verliert die ÖHV-Auswahl am Ende knapp mit 2:3 gegen Titelverteidiger Deutschland.

„Ich bin nicht traurig, ich bin unheimlich stolz auf die gesamte Mannschaft und das Betreuerteam“, so Teamchef Tomasz Laskowski unmittelbar nach dem Abpfiff. „Wir haben eine unglaubliche EM gespielt. Unsere Chance gegen Deutschland wir heute nicht genützt. Die Deutschen waren einfach um ein Tor effizienter“, so das erste Fazit des ehemaligen Nationalspielers.

Traumstart für Deutschland
Das EM-Finale startet schlecht aus ÖHV-Sicht: Schon in der dritten Minute geht Deutschland mit dem ersten Angriff mit 1:0 in Führung. Aber Österreich ist gut im Spiel, auch Goalie Szymczyk hat erneut einen Glanztag. Der Ausgleich ist dann auch verdient. Zuerst scheitert Kapitän Xaver Hasun zwar noch haarscharf mit der Rückhand, kurz darauf klingelt es aber: Michael Körper stellt in der 16. Minute mit viel Routine aus spitzem Winkel auf 1:1.

Dass es mit diesem Spielstand in die Halbzeit geht ist vor allem der Verdienst von ÖHV-Tormann Szymczyk, der in der 17. Minute einen für die meisten Menschen unhaltbaren Ball aus dem Tor kratzt.

Entscheidung fällt in Sekunden
Kurz nach der Pause kommen die entscheidenden Sekunden der Partie: Deutschland stellt in der 22. Minute per Strafecke auf 2:1, kratzt im Gegenzug den Ball nach einem Angriff der Österreicher artistisch von der Linie und holt mit dem Konter die Strafecke zum 3:1. Aber die ÖHV-Mannschaft hat ihre Chancen. So scheitert etwa Sebastian Eitenberger nach feinem Solo nur um Millimeter (30.). Zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff, Österreich hat da den Goalie schon vom Feld genommen, verpasst Pit Rudofsky einen Abpraller knapp. Das 2:3 der Österreicher fällt aus einer Strafecke nach Ablauf der Zeit - wie gewohnt durch Michael Körper.

Zum besten Spieler des Turniers wurde der Deutsche Timm Herzbruch gewählt, der auch Torschützenkönig wurde. Bester Tormann wurde sein Teamkollege Andreas Späck.

Zurück