Start der dritten Doppel-Weltmeisterschaft

13.08.2026 geändert vor 23 Stunden
von Sabine Blemenschütz

Einschlägige Medien sind voll - die Werbetrommel läuft seit Wochen auf verschiedensten Kanälen: am kommenden Samstag fällt der Startschuss zur Hockey-Weltmeisterschaft 2026. Vom 15. bis 30. August kämpfen die besten Nationalteams der Welt in Amsterdam und Wavre um die beiden WM-Titel. Erstmals ist Belgien neben den Niederlanden Co-Gastgeber einer gemeinsamen Weltmeisterschaft für Damen und Herren.

Insgesamt 32 Mannschaften aus 20 Nationen bestreiten 100 Spiele – jeweils 50 in Amsterdam und 50 im neuen Hockeyzentrum in Wavre. Während die Damen ihren Weltmeister in Amsterdam ermitteln, wird der neue Weltmeister der Herren in Wavre gekürt.

Neues Format sorgt für zusätzlichen Druck

Besonders interessant ist der neue Turniermodus. Wie bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 treten jeweils 16 Teams in vier Vierergruppen an. Danach verändert sich der Weg Richtung Titel allerdings deutlich.

Nur die beiden besten Mannschaften jeder Vorrundengruppe erreichen die Zwischenrunde. Für die Dritt- und Viertplatzierten ist das Rennen um den WM-Titel damit bereits beendet; sie spielen anschließend um die Plätze 9 bis 16.

In der Zwischenrunde werden die acht verbliebenen Teams erneut in zwei Vierergruppen aufgeteilt. Dabei wird das Ergebnis aus dem Vorrundenspiel gegen jene Mannschaft, die ebenfalls in die Zwischenrunde einzieht, mitgenommen. Die jeweils beiden besten Teams erreichen anschließend das Halbfinale. Nach den beiden Semifinalspielen entscheidet schließlich das WM-Finale über den Titel.

Für die Mannschaften bedeutet das: Fehler können deutlich schwerer korrigiert werden als bei den vergangenen Weltmeisterschaften. Bis zum Gewinn des WM-Titels sind maximal sieben Spiele zu absolvieren. Ein guter Start und konstante Leistungen über das gesamte Turnier werden damit noch wichtiger.

Die Weltspitze trifft aufeinander

Sportlich verspricht die Doppel-WM ein hochklassiges Kräftemessen. Bei Damen und Herren gehen zahlreiche Teams mit realistischen Medaillenambitionen an den Start. Neben den traditionellen Topnationen ist auch die Breite an starken Hockey-Nationen in den vergangenen Jahren größer geworden.

Damit dürfte bereits die Vorrunde für einige richtungsweisende Duelle sorgen. Durch das neue Format können sich die Teams weniger Ausrutscher erlauben, wenn sie den Weg bis ins Halbfinale schaffen wollen.

Auch für Österreichs Hockey-Community bietet die Weltmeisterschaft damit jede Menge Gründe, den Blick nach Amsterdam und Wavre zu richten. Die WM ist nicht nur das große Saisonhighlight, sondern auch ein wichtiger Gradmesser für die internationale Entwicklung des Sports.

Am 30. August stehen schließlich die beiden neuen Weltmeister fest. Bis dahin warten 100 Spiele, zahlreiche Duelle auf höchstem Niveau und ein WM-Format, das für Spannung bis zum letzten Spiel sorgen soll.

Links

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